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Erstellt von WikiSysop am 8. Mai 2018, um 10:05 Uhr

Aus Tiroler Dialektarchiv

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*Sternchen (Asterisk); bezeichnet eine Form, die sprachgeschichtlich nicht schriftlich belegt, sondern nur erschlossen ist

Sternchen (Asterisk); bezeichnet eine Form, die sprachgeschichtlich nicht schriftlich belegt, sondern nur erschlossen ist

-etzenGruppe von Verben, die in den bairischen Dialekten noch sehr lebendig ist. Es handelt sich um iterative Verben, d.h. sie drücken eine sich öfters wiederholende Handlung aus. Ein Beispiel dafür wäre etwa ''tropfetzen'' für ''tröpfeln''.

Gruppe von Verben, die in den bairischen Dialekten noch sehr lebendig ist. Es handelt sich um iterative Verben, d.h. sie drücken eine sich öfters wiederholende Handlung aus. Ein Beispiel dafür wäre etwa tropfetzen für tröpfeln.

Ablaut''Ablaut'' bezeichnet den Wechsel von Vokalen bei etymologisch (= ihre sprachliche Herkunft betreffend) zusammenhängenden Wörtern. Diese Erscheinung tritt in vielen Sprachen auf. Für das Deutsche hat der Ablaut vor allem bei der Beugung der starken ("unregelmäßigen") Verben eine große Bedeutung. Durch den Ablaut lassen sich Vokalwechsel bei den starken ("unregelmäßigen") Verben, z.B. ''st'''e'''rben'' - ''st'''a'''rb'' - ''gest'''o'''rben'', ''w'''ie'''gen'' - ''w'''o'''g'' - ''gew'''o'''gen'', ''tr'''i'''nken'' - ''tr'''a'''nk'' - ''getr'''u'''nken'' usw. erklären und in bestimmte Gruppen (Ablautreihen) zusammenfassen. Der Ablaut tritt jedoch auch bei anderen Wortarten wie etwa etymologisch zusammenhängenden Wörtern auf, so z.B. bei ''m'''e'''lken'' - ''M'''o'''lke''. Hier liegt sogar der ursprünglichste Wechsel des Ablautes vor, der ''e'' und ''o'' betraf.

Ablaut bezeichnet den Wechsel von Vokalen bei etymologisch (= ihre sprachliche Herkunft betreffend) zusammenhängenden Wörtern. Diese Erscheinung tritt in vielen Sprachen auf. Für das Deutsche hat der Ablaut vor allem bei der Beugung der starken ("unregelmäßigen") Verben eine große Bedeutung. Durch den Ablaut lassen sich Vokalwechsel bei den starken ("unregelmäßigen") Verben, z.B. sterben - starb - gestorben, wiegen - wog - gewogen, trinken - trank - getrunken usw. erklären und in bestimmte Gruppen (Ablautreihen) zusammenfassen. Der Ablaut tritt jedoch auch bei anderen Wortarten wie etwa etymologisch zusammenhängenden Wörtern auf, so z.B. bei melken - Molke. Hier liegt sogar der ursprünglichste Wechsel des Ablautes vor, der e und o betraf.

Adjektivauch ''Eigenschaftswort''. ''Adjektiv'' und ''Eigenschaftswort'' sind Bezeichnungen für eine Wortart, die die Beschaffenheit und Eigenschaft eines Gegenstands oder Vorgangs bestimmt, z.B. '''''schönes''''', '''''großes''''', '''''altes''''', '''''hölzernes''' Haus''.

auch Eigenschaftswortauch ''Adjektiv''. ''Adjektiv'' und ''Eigenschaftswort'' sind Bezeichnungen für eine Wortart, die die Beschaffenheit und Eigenschaft eines Gegenstands oder Vorgangs bestimmt, z.B. '''''schönes''''', '''''großes''''', '''''altes''''', '''''hölzernes''' Haus''.. Adjektiv und Eigenschaftswort sind Bezeichnungen für eine Wortart, die die Beschaffenheit und Eigenschaft eines Gegenstands oder Vorgangs bestimmt, z.B. schönes, großes, altes, hölzernes Haus.

Agglutinationist ein Vorgang, bei dem sich Laute oder darüberhinausgehende Einheiten an ein anderes Wort anheften. Davon sind oft Präpositionen oder Artikel betroffen, die sich mit einem nachfolgenden Wort verbinden. Im Dialekt ist dies häufig zu beobachten, wie etwa bei ''Nåpm'' für 'Atem', das aus ''n Åpm'' hervorgeht, oder ''Nahle'', einem Werkzeug zum Vorstechen von Löchern, dem ''n Ahle'' zugrunde liegt.

ist ein Vorgang, bei dem sich Laute oder darüberhinausgehende Einheiten an ein anderes Wort anheften. Davon sind oft Präpositionen oder Artikel betroffen, die sich mit einem nachfolgenden Wort verbinden. Im Dialekt ist dies häufig zu beobachten, wie etwa bei Nåpm für 'Atem', das aus n Åpm hervorgeht, oder Nahle, einem Werkzeug zum Vorstechen von Löchern, dem n Ahle zugrunde liegt.

Akkusativvierter Fall, z. b. '''den''' Buchstabe'''n'''

vierter Fall, z. b. den Buchstaben

alemannisch?

?

alpenromanische VermittlungDamit sind Wörter gemeint, die zwar nicht aus einer romanischen Sprache stammen, aber durch diese übermittelt wurden. Wenn z.B. die nach der römischen Eroberung des Alpenbogens hier siedelnden Romanen ein Wort aus dem Keltischen von der Vorbevölkerung übernahmen und dieses Wort dann wiederum die Baiern von den noch dort siedelnden Romanen übernahmen. Somit konnte ein Wort oder ein Name zwar z.B. keltischen Ursprungs sein, wenngleich es zu keinem direkten Kontakt zur keltischen Vorbevölkerung kam. Die Wörter und Namen wurden zudem an die romanische Sprache angepasst und sind somit gewissermaßen in entstellter Form in bairischen Mund gekommen.

Damit sind Wörter gemeint, die zwar nicht aus einer romanischen Sprache stammen, aber durch diese übermittelt wurden. Wenn z.B. die nach der römischen Eroberung des Alpenbogens hier siedelnden Romanen ein Wort aus dem Keltischen von der Vorbevölkerung übernahmen und dieses Wort dann wiederum die Baiern von den noch dort siedelnden Romanen übernahmen. Somit konnte ein Wort oder ein Name zwar z.B. keltischen Ursprungs sein, wenngleich es zu keinem direkten Kontakt zur keltischen Vorbevölkerung kam. Die Wörter und Namen wurden zudem an die romanische Sprache angepasst und sind somit gewissermaßen in entstellter Form in bairischen Mund gekommen.

AlpenwortBezeichnung für ein Wort, das spezifisch für die Alpengegend ist, nur dort vorkommt und dessen Herkunft meistens nicht klar bestimmbar ist, da sie in voreinzelsprachliche (siehe ''voreinzelsprachlich'') Zeit zurückreicht. Beispiele für solche Wörter bzw. Namen wären ''Tauern'' oder ''Gande''.

Bezeichnung für ein Wort, das spezifisch für die Alpengegend ist, nur dort vorkommt und dessen Herkunft meistens nicht klar bestimmbar ist, da sie in voreinzelsprachliche (siehe voreinzelsprachlichMit voreinzelsprachlicher Zeit ist im Alpenraum vor allem die Zeit vor der römischen Eroberung des Alpenbogens 15 v. Chr. gemeint. Die zu dieser Zeit bereits im Alpenraum ansässige Vorbevölkerung hat verschiedene Sprachen gesprochen. Da diese Sprachen nicht bis heute überlebt haben und nur Namen als Quellen der Überlieferung hinterlassen haben, können sie keiner Einzelsprache zugeordnet bzw. als solche klassifiziert werden.) Zeit zurückreicht. Beispiele für solche Wörter bzw. Namen wären Tauern oder Gande.

althochdeutschDie älteste, schriftlich nachweisbare Vorstufe der heutigen deutschen Sprache. Die althochdeutsche Zeit reicht vom Beginn der schriftlichen Überlieferung (6./7. Jahrhundert n.Chr.) bis Mitte/Ende des 11. Jahrhunderts n.Chr.

Die älteste, schriftlich nachweisbare Vorstufe der heutigen deutschen Sprache. Die althochdeutsche Zeit reicht vom Beginn der schriftlichen Überlieferung (6./7. Jahrhundert n.Chr.) bis Mitte/Ende des 11. Jahrhunderts n.Chr.

alveolarbezeichnet den Artikulationsort eines Lautes. Hierbei wird die Zunge gegen den Zahndamm gedrückt (z.B. ''ts'' in ''Ka'''tz'''e'', ''n'' in '''''N'''agel'', ''d'' in '''''D'''orn'').

bezeichnet den Artikulationsort eines Lautes. Hierbei wird die Zunge gegen den Zahndamm gedrückt (z.B. ts in Katze, n in Nagel, d in Dorn).

AnlautEs handelt sich dabei um den ersten Laut eines Wortes oder einer Silbe, der jedoch nicht mit einem Buchstaben gleichzusetzen ist. Nicht jeder Laut verfügt über ein entsprechendes Zeichen im Alphabet, wenn auch großteils eine Übereinstimmung besteht. Beispielsweise lautet '''''B'''aum'' mit ''b'' an, während bei '''''Sch'''ule'' der Laut ''sch'' im Anlaut steht.

Es handelt sich dabei um den ersten Laut eines Wortes oder einer Silbe, der jedoch nicht mit einem Buchstaben gleichzusetzen ist. Nicht jeder Laut verfügt über ein entsprechendes Zeichen im Alphabet, wenn auch großteils eine Übereinstimmung besteht. Beispielsweise lautet Baum mit b an, während bei Schule der Laut sch im Anlaut steht.

AuslautJener Laut, der am Ende eines Wortes oder einer Silbe steht, wird Auslaut genannt. Wie beim Anlaut gibt es in der Schriftsprache kein 1:1-Verhältnis von Laut und Buchstabe (siehe ''Anlaut''). Beim Wort ''Fro'''sch''''' steht der Laut ''sch'' im Auslaut, bei ''Bien'''e''''' hingegen der Selbstlaut ''e''.

Jener Laut, der am Ende eines Wortes oder einer Silbe steht, wird Auslaut genannt. Wie beim Anlaut gibt es in der Schriftsprachesiehe Standarddeutsch kein 1:1-Verhältnis von Laut und Buchstabe (siehe Anlaut). Beim Wort Frosch steht der Laut sch im Auslaut, bei Biene hingegen der Selbstlaut e.

bairisch?

?

Dativdritter Fall, z. B. '''dem''' Gewährsmann

dritter Fall, z. B. dem Gewährsmann

Diphthongauch ''Zwielaut''. Zwei aufeinanderfolgende unterschiedliche Vokale, die als Einheit erfasst und nicht getrennt werden können. Im Deutschen treten folgende Diphthonge auf, die auch unter der Bezeichnung Zwielaute bekannt sind: ''ei''/''ai''/''ay''/''ey'', ''au'', ''äu''/''eu'', ''ui''.

auch Zwielautauch''Diphthong''. Zwei aufeinanderfolgende unterschiedliche Vokale, die als Einheit erfasst und nicht getrennt werden können. Im Deutschen treten folgende Diphthonge auf, die auch unter der Bezeichnung Zwielaute bekannt sind: ''ei''/''ai''/''ay''/''ey'', ''au'', ''äu''/''eu'', ''ui''.. Zwei aufeinanderfolgende unterschiedliche Vokale, die als Einheit erfasst und nicht getrennt werden können. Im Deutschen treten folgende Diphthonge auf, die auch unter der Bezeichnung Zwielaute bekannt sind: ei/ai/ay/ey, au, äu/eu, ui.

Diphthongierungauch ''neuhochdeutsche Diphthongierung''. Lautveränderung, die ab dem 12. Jahrhundert auftrat. Dabei wurden die langen Vokale ''i'', ''ü'' und ''u'' zu den Zwielauten ''ei'', ''eu'' und ''au''. Dieser Wandel trat in den alemannischen Dialekten (also vor allem in Vorarlberg, der Schweiz und Baden-Württemberg) nicht ein. Hier heißt z.B. ''mein Haus'' noch heute ''min Hus''.

auch neuhochdeutsche Diphthongierungauch ''Diphthongierung''. Lautveränderung, die ab dem 12. Jahrhundert auftrat. Dabei wurden die langen Vokale ''i'', ''ü'' und ''u'' zu den Zwielauten ''ei'', ''eu'' und ''au''. Dieser Wandel trat in den alemannischen Dialekten (also vor allem in Vorarlberg, der Schweiz und Baden-Württemberg) nicht ein. Hier heißt z.B. ''mein Haus'' noch heute ''min Hus''.. Lautveränderung, die ab dem 12. Jahrhundert auftrat. Dabei wurden die langen Vokale i, ü und u zu den Zwielauten ei, eu und au. Dieser Wandel trat in den alemannischen Dialekten (also vor allem in Vorarlberg, der Schweiz und Baden-Württemberg) nicht ein. Hier heißt z.B. mein Haus noch heute min Hus.

Eigenschaftswort

auch Adjektiv. Adjektiv und Eigenschaftswort sind Bezeichnungen für eine Wortart, die die Beschaffenheit und Eigenschaft eines Gegenstands oder Vorgangs bestimmt, z.B. schönes, großes, altes, hölzernes Haus.

EntrundungEs gibt Vokale, die an der selben Stelle im Mundraum gebildet werden und deren unterschiedlicher Klang lediglich durch die Rundung der Lippen entsteht. Sagt man etwa ''i'' und rundet dabei die Lippen, entsteht automatisch ''ü'', ganz änlich funktioniert dies für ''e'' und ''ö''. In den bairischen Dialekten kam es vielfach zu einer Entrundung, das heißt Vokale, die mit gerundeten Lippen gesprochen werden, in dem Fall ''ö'' und ''ü'', werden zu ''e'' und ''i'' entrundet. Es entstehen Vokale, die an der selben Stelle im Mundraum gebildet, aber ohne Lippenrundung gesprochen werden. Beispiele wären etwa standarddeutsch ''Vögel'', ''Köpfe'' und dialektal ''Vegel'', ''Kepf'' oder auch standarddeutsch ''Hütte'', ''Kübel'' und dialektal ''Hittn'', ''Kibl''.

Es gibt Vokale, die an der selben Stelle im Mundraum gebildet werden und deren unterschiedlicher Klang lediglich durch die Rundung der Lippen entsteht. Sagt man etwa i und rundet dabei die Lippen, entsteht automatisch ü, ganz änlich funktioniert dies für e und ö. In den bairischen Dialekten kam es vielfach zu einer Entrundung, das heißt Vokale, die mit gerundeten Lippen gesprochen werden, in dem Fall ö und ü, werden zu e und i entrundet. Es entstehen Vokale, die an der selben Stelle im Mundraum gebildet, aber ohne Lippenrundung gesprochen werden. Beispiele wären etwa standarddeutsch Vögel, Köpfe und dialektal Vegel, Kepf oder auch standarddeutsch Hütte, Kübel und dialektal Hittn, Kibl.

Genitivzweiter Fall, z. B. '''des''' Buch'''s'''

zweiter Fall, z. B. des Buchs

germanischDie germanischen Sprachen sind eine Sprachgruppe, die sich durch einige gemeinsame Lautveränderungen von anderen Sprachgruppen - etwa den slawischen (z.B. Russisch, Polnisch, Slowenisch) oder romanischen Sprachen (z.B. Spanisch, Französisch, Italienisch) - unterscheidet. Zu den germanischen Sprachen zählen etwa das Deutsche, das Schwedische, das Norwegische, das Dänische, Niederländische, Englische und Isländische. All diese Sprachen lassen sich auf eine gemeinsame germanische Grundsprache zurückführen, die aber nur rekonstruiert - d.h. ohne schriftliche Zeugnisse - vorliegt. Germanisch ist demnach die Vorform des Althochdeutschen und damit auch des heutigen Deutschen.

Die germanischen Sprachen sind eine Sprachgruppe, die sich durch einige gemeinsame Lautveränderungen von anderen Sprachgruppen - etwa den slawischen (z.B. Russisch, Polnisch, Slowenisch) oder romanischen Sprachen (z.B. Spanisch, Französisch, Italienisch) - unterscheidet. Zu den germanischen Sprachen zählen etwa das Deutsche, das Schwedische, das Norwegische, das Dänische, Niederländische, Englische und Isländische. All diese Sprachen lassen sich auf eine gemeinsame germanische Grundsprache zurückführen, die aber nur rekonstruiert - d.h. ohne schriftliche Zeugnisse - vorliegt. Germanisch ist demnach die Vorform des Althochdeutschen und damit auch des heutigen Deutschen.

gotischist die älteste schriftlich überlieferte germanische Sprache (siehe ''germanisch''). Da mit der Wulfila-Bibel ein mehr als 1600 Jahre altes Schriftzeugnis der gotischen Sprache vorliegt, ist sie für die historische Sprachwissenschaft und die Rekonstruktion älterer Sprachstufen von enormer Wichtigkeit.

ist die älteste schriftlich überlieferte germanische Sprache (siehe germanisch). Da mit der Wulfila-Bibel ein mehr als 1600 Jahre altes Schriftzeugnis der gotischen Sprache vorliegt, ist sie für die historische Sprachwissenschaft und die Rekonstruktion älterer Sprachstufen von enormer Wichtigkeit.

HebungDie Vokale lassen sich nach ihrem Bildungsort in der Mundhöhle zum sog. Vokaldreieck gruppieren. Dabei gibt es u.a. tiefe (''a'', ''ä'', ''å'') und hohe (''e'', ''i'', ''ü'', ''ö'', ''o''). Wandelt sich ein tiefer Vokal zu einem hohen, z.B. ''a'' zu ''u'' bei ''i h'''a'''n'' - ''i h'''u'''n'', spricht man daher von einer 'Hebung'.

Die Vokale lassen sich nach ihrem Bildungsort in der Mundhöhle zum sog. Vokaldreieck gruppieren. Dabei gibt es u.a. tiefe (a, ä, å) und hohe (e, i, ü, ö, o). Wandelt sich ein tiefer Vokal zu einem hohen, z.B. a zu u bei i han - i hun, spricht man daher von einer 'Hebung'.

hochdeutsche LautverschiebungIst ein Wandel, bei dem die Konsonanten ''p'', ''t'' und ''k'' zu ''f'' oder ''pf'', ''s'' oder ''z'' und ''ch'' verändert wurden. ''Hochdeutsch'' hat in diesem Sinne also nichts mit der umgangssprachlichen Bezeichnung zu tun, die auf die Standardsprache verweist, sondern bezeichnet jene Dialekte, die diesen Lautwandel durchgeführt haben. Die niederdeutschen Dialekte im Norden des deutschen Sprachraumes haben diesen Wandel nicht mitgemacht. Hier sagt man noch heute ''Appel'' anstatt ''Apfel'', ''maken'' anstatt ''machen'' und ''dat'' anstatt ''das''. Die Grenze zwischen den hochdeutschen und niederdeutschen Dialekten verläuft von West nach Ost und trennt das nördlichste Drittel Deutschlands vom restlichen deutschen Sprachgebiet. Auch andere germanische Sprachen wie etwa das Englische haben diesen Wandel nicht durchgeführt, z.B. englisch ''ship'' und deutsch ''Schiff'', englisch ''pepper'' und deutsch ''Pfeffer'', englisch ''make'' und deutsch ''machen'', englisch ''water'' und deutsch ''Wasser''.

Ist ein Wandel, bei dem die Konsonanten p, t und k zu f oder pf, s oder z und ch verändert wurden. Hochdeutsch hat in diesem Sinne also nichts mit der umgangssprachlichen Bezeichnung zu tun, die auf die StandardspracheBezeichnung für eine Sprache, die überregionale Gültigkeit besitzt, in vielen Kontexten sozialer Interaktion akzeptiert und erwünscht ist und mittels eines Regelwerks normiert ist. Im deutschen Sprachraum wird sie gemeinhin auch mit Hochdeutsch oder im wissenschaftlichen Kontext mit Standarddeutsch gleichgesetzt. verweist, sondern bezeichnet jene Dialekte, die diesen Lautwandel? durchgeführt haben. Die niederdeutschen Dialekte im Norden des deutschen Sprachraumes haben diesen Wandel nicht mitgemacht. Hier sagt man noch heute Appel anstatt Apfel, maken anstatt machen und dat anstatt das. Die Grenze zwischen den hochdeutschen und niederdeutschen Dialekten verläuft von West nach Ost und trennt das nördlichste Drittel Deutschlands vom restlichen deutschen Sprachgebiet. Auch andere germanische Sprachen wie etwa das Englische haben diesen Wandel nicht durchgeführt, z.B. englisch ship und deutsch Schiff, englisch pepper und deutsch Pfeffer, englisch make und deutsch machen, englisch water und deutsch Wasser.

Hochsprache?

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Infinitiv?

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Isoglosse?

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Kennwort?

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KollektivbildungAbleitung von einem Hauptwort zur Bezeichnung einer Gruppe von Einzeldingen. Dabei wird meist die Vorsilbe ''Ge-'' oder die Nachsilbe ''-ach'' verwendet, z.B. ''Berge'' - '''''Ge'''birge'', ''Wasser'' - '''''Ge'''wässer'', Stein - '''''Ge'''stein'', ''Stein'' - ''Stein'''ach''''' usw.

Ableitung von einem Hauptwort zur Bezeichnung einer Gruppe von Einzeldingen. Dabei wird meist die Vorsilbe Ge- oder die Nachsilbe -ach verwendet, z.B. Berge - Gebirge, Wasser - Gewässer, Stein - Gestein, Stein - Steinach usw.

l-VokalisierungBei der ''l''-Vokalisierung wird das ''l'' im Auslaut und vor Mitlauten zum Selbstlaut (z.B. ''Wo'''i''''' für ''Wo'''ll'''e'', ''vo'''i''''' für ''vo'''ll''''' usw.). Sie zählt zu den typischen Merkmalen der mittelbairischen Dialekte.

Bei der l-Vokalisierungallgemein; l- und r-Vokalisierung fallen auch drunter wird das l im Auslaut und vor Mitlauten zum Selbstlaut (z.B. Woi für Wolle, voi für voll usw.). Sie zählt zu den typischen Merkmalen der mittelbairischen Dialekte.

lateinischDie älteste, schriftlich überlieferte romanische Sprache. Aus der gesprochenen Variante, die auch als ''Vulgärlatein'' bezeichnet wird, entwickelten sich die heute noch gesprochenen romanischen Sprachen, so etwa Französisch, Spanisch, Portugiesisch oder Italienisch.

Die älteste, schriftlich überlieferte romanische Sprache. Aus der gesprochenen Variante, die auch als Vulgärlatein bezeichnet wird, entwickelten sich die heute noch gesprochenen romanischen Sprachen, so etwa Französisch, Spanisch, Portugiesisch oder Italienisch.

Lautgrenze?

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Lautwandel

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LexemAls Lexem bezeichnet man eine abstrakte Bedeutungseinheit einer Sprache. z.B.: (ich) singe, (du) singst, (er) singt, (wir) singen, (ihr) singt, (sie) singen: 4 verschiedene Wortformen, 6 syntaktische Wörter, 1 Lexem.

Als Lexem bezeichnet man eine abstrakte Bedeutungseinheit einer Sprache.

z.B.: (ich) singe, (du) singst, (er) singt, (wir) singen, (ihr) singt, (sie) singen: 4 verschiedene Wortformen, 6 syntaktische Wörter, 1 Lexem.

mittelhochdeutschEine Vorstufe der heutigen deutschen Sprache, die in etwa zwischen 1050 und 1350 gesprochen wurde. Mittelhochdeutsch steht also zwischen dem älteren Althochdeutschen und dem heute gesprochenen Neuhochdeutschen.

Eine Vorstufe der heutigen deutschen Sprache, die in etwa zwischen 1050 und 1350 gesprochen wurde. Mittelhochdeutsch steht also zwischen dem älteren Althochdeutschen und dem heute gesprochenen Neuhochdeutschen.

mittelniederdeutsch?

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MonopthongIm Gegensatz zum Diphthong (siehe dort) oder auch Zwielaut ein alleinstehend völlig eigenständiger Selbstlaut, die im Deutschen ''a'', ''e'', ''i'', ''o'' und ''u'' lauten.

Im Gegensatz zum Diphthong (siehe dort) oder auch Zwielaut ein alleinstehend völlig eigenständiger Selbstlaut, die im Deutschen a, e, i, o und u lauten.

NasalEin Laut, bei dem die Luft durch die Nase entweicht, also ''m'' und ''n''.

Ein Laut, bei dem die Luft durch die Nase entweicht, also m und n.

Nasalierung?

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neuhochdeutsche Diphthongierung

auch Diphthongierung. Lautveränderung, die ab dem 12. Jahrhundert auftrat. Dabei wurden die langen Vokale i, ü und u zu den Zwielauten ei, eu und au. Dieser Wandel trat in den alemannischen Dialekten (also vor allem in Vorarlberg, der Schweiz und Baden-Württemberg) nicht ein. Hier heißt z.B. mein Haus noch heute min Hus.

niederdeutschbezeichnet die deutschen Dialekte nördlich der sog. Benrather Linie, also in etwa das nördliche Drittel Deutschlands. Diese haben die hochdeutsche Lautverschiebung (siehe dort) nicht mitgemacht und unterscheiden sich dadurch von den hochdeutschen Dialekten.

bezeichnet die deutschen Dialekte nördlich der sog. Benrather Linie, also in etwa das nördliche Drittel Deutschlands. Diese haben die hochdeutsche Lautverschiebung (siehe dort) nicht mitgemacht und unterscheiden sich dadurch von den hochdeutschen Dialekten.

nordbairisch?

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oberdeutschDie oberdeutschen Dialekte gehören zusammen mit den mitteldeutschen zu den hochdeutschen Dialekten, also zu jener Gruppe, die die hochdeutsche Lautverschiebung (siehe dort) mitgemacht hat. Oberdeutsche Dialekte werden also im Süden des deutschen Sprachraums gesprochen, vor allem in Österreich, der Schweiz sowie in den deutschen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg (außerdem in Teilen Hessens, Thüringens und Sachsens). Beispiele für oberdeutsche Dialekte sind etwa das Bairische und das Alemannische.

Die oberdeutschen Dialekte gehören zusammen mit den mitteldeutschen zu den hochdeutschen Dialekten, also zu jener Gruppe, die die hochdeutsche Lautverschiebung (siehe dort) mitgemacht hat. Oberdeutsche Dialekte werden also im Süden des deutschen Sprachraums gesprochen, vor allem in Österreich, der Schweiz sowie in den deutschen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg (außerdem in Teilen Hessens, Thüringens und Sachsens). Beispiele für oberdeutsche Dialekte sind etwa das Bairische und das Alemannische.

offenes oEin zwischen ''o'' und ''a'' liegender Vokal, der im Dialekt oft mit ''å'' geschrieben wird.

Ein zwischen o und a liegender Vokal, der im Dialekt oft mit å geschrieben wird.

Palatalisierung?

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Palatalumlaut?

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PartizipAuch bekannt als Mittelwort. Diese Form wird vom Verb abgeleitet und kann ähnlich wie Eigenschaftswörter (z.B. der ''sprechende'' Mann, das ''gespielte'' Stück) und Umstandswörter (z.B. ''hoffend'' fragte er, ''geläutert'' wandte er sich ab) eingesetzt werden. Partizip I: Mittelwort der Gegenwart - z. B. ''lachend'', ''singend''; Partizip II: Mittelwort der Vergangenheit - z.B. ''gekocht'', ''gegessen'' (wird auch zur Bildung der Vergangenheit z.B. ''hat gegessen'' verwendet)

Auch bekannt als Mittelwort. Diese Form wird vom Verb abgeleitet und kann ähnlich wie Eigenschaftswörter (z.B. der sprechende Mann, das gespielte Stück) und Umstandswörter (z.B. hoffend fragte er, geläutert wandte er sich ab) eingesetzt werden. Partizip I: Mittelwort der Gegenwart - z. B. lachend, singend; Partizip II: Mittelwort der Vergangenheit - z.B. gekocht, gegessen (wird auch zur Bildung der Vergangenheit z.B. hat gegessen verwendet)

präaspiriertAspiration bedeutet Behauchung. Ist ein Konsonant/Vokal also präaspiriert, wird seine Aussprache mit einer Behauchung - ähnlich einem ''h'' - eingeleitet.

Aspiration bedeutet Behauchung. Ist ein Konsonant/Vokal also präaspiriert, wird seine Aussprache mit einer Behauchung - ähnlich einem h - eingeleitet.

r-VokalisierungBei der ''r''-Vokalisierung wird das ''r'' im Auslaut und vor Mitlauten zum Selbstlaut (z.B. ''Ke'''a'''n'' für ''Ke'''r'''n'', ''Woss'''a''''' für ''Wasse'''r''''' usw.). Sie zählt zu den typischen Merkmalen der mittelbairischen Dialekte.

Bei der r-Vokalisierung wird das r im Auslaut und vor Mitlauten zum Selbstlaut (z.B. Kean für Kern, Wossa für Wasser usw.). Sie zählt zu den typischen Merkmalen der mittelbairischen Dialekte.

retroflexbezeichent eine Artikulationsart, bei der die Zungenspitze nach hinten gebogen wird (z.B. amerikanisches ''r'', in Tirol ist auch das Stubaier ''r'' bekannt).

bezeichent eine Artikulationsart, bei der die Zungenspitze nach hinten gebogen wird (z.B. amerikanisches r, in Tirol ist auch das Stubaier r bekannt).

romanischEine Sprachfamilie, zu der heute vor allem die Nachfolgesprachen des Lateinischen zählen, also etwa das Französische, Spanische, Portugiesische oder Italienische.

Eine Sprachfamilie, zu der heute vor allem die Nachfolgesprachen des Lateinischen zählen, also etwa das Französische, Spanische, Portugiesische oder Italienische.

romanische EntlehungBezeichnet die Entlehnung eines Wortes aus einer romanischen Sprache. Für die Tiroler Dialekte ist vor allem das sog. Alpenromanische von Bedeutung. Diese Sprachform existiert heute nicht mehr und lässt sich am ehesten mit dem heute noch verwendeten Ladinischen in Südtirol und im Trentino sowie dem Rätoromanischen in der Schweiz vergleichen.

Bezeichnet die Entlehnung eines Wortes aus einer romanischen Sprache. Für die Tiroler Dialekte ist vor allem das sog. Alpenromanische von Bedeutung. Diese Sprachform existiert heute nicht mehr und lässt sich am ehesten mit dem heute noch verwendeten Ladinischen in Südtirol und im Trentino sowie dem Rätoromanischen in der Schweiz vergleichen.

Schriftsprache

siehe StandarddeutschNeutrale Bezeichnung für die überregional gebrauchte mündliche und schriftliche Form des Deutschen, die normiert und vereinheitlicht ist sowie als offizielles Mittel der öffentlichen Kommunikation genutzt wird. Sie wird zudem über das Bildungssystem vermittelt. Standarddeutsch ist dabei bedeutungsgleich mit dem umgangssprachlich verwendeten Begriff ''Hochdeutsch''. Dieser Begriff wird hier vermieden, da er in der Sprachwissenschaft eine ganz andere Bedeutung hat.

slawischEine Sprachfamilie, die sich auf das Urslawische zurückführen lässt und zu der etwa das Russisch, Polnische, Tschechische oder Slowenische zählen.

Eine Sprachfamilie, die sich auf das Urslawische zurückführen lässt und zu der etwa das Russisch, Polnische, Tschechische oder Slowenische zählen.

spätmittelhochdeutschDie zwischen 1250 und 1350 gesprochene Spätform des Mittelhochdeutschen (siehe mittelhochdeutsch.)

Die zwischen 1250 und 1350 gesprochene Spätform des Mittelhochdeutschen (siehe mittelhochdeutsch.)

Standarddeutsch

Neutrale Bezeichnung für die überregional gebrauchte mündliche und schriftliche Form des Deutschen, die normiert und vereinheitlicht ist sowie als offizielles Mittel der öffentlichen Kommunikation genutzt wird. Sie wird zudem über das Bildungssystem vermittelt. Standarddeutsch ist dabei bedeutungsgleich mit dem umgangssprachlich verwendeten Begriff Hochdeutsch. Dieser Begriff wird hier vermieden, da er in der Sprachwissenschaft eine ganz andere Bedeutung hat.

StandardisierungDamit sind Tendenzen der Vereinheitlichung gemeint. So war die Herausbildung der heutigen deutschen Standardsprache eine Prozess der Standardisierung, bei dem eine gewisse Sprachform verallgemeinert und zum Standard erhoben wurde.

Damit sind Tendenzen der Vereinheitlichung gemeint. So war die Herausbildung der heutigen deutschen Standardsprache eine Prozess der Standardisierung, bei dem eine gewisse Sprachform verallgemeinert und zum Standard erhoben wurde.

Standardsprache

Bezeichnung für eine Sprache, die überregionale Gültigkeit besitzt, in vielen Kontexten sozialer Interaktion akzeptiert und erwünscht ist und mittels eines Regelwerks normiert ist. Im deutschen Sprachraum wird sie gemeinhin auch mit Hochdeutsch oder im wissenschaftlichen Kontext mit Standarddeutsch gleichgesetzt.

südbairischIn Österreich werden - mit Ausnahme Vorarlbergs und Teilen des Außerferns - bairische Dialekte gesprochen. Diese lassen sich in nordbairische, mittelbairische und südbairische Dialekte unterscheiden, die jeweils eigenständige Merkmale und Besonderheiten aufweisen. Während nordbairische Dialekte nur im Freistaat Bayern (Baiern bezeichnet stets bairische Sprache und Kultur und hat mit dem Freistaat Bayern nur bedingt zu tun) gesprochen werden, sind süd- und mittelbairische Dialekte in Österreich weit verbreitet. Südbairische Dialekte werden dabei vor allem in Nordtirol westlich der Zillereinmündung, in Süd- und Osttirol sowie in Kärnten und der südöstlichen Steiermark gesprochen. Mittelbairische Dialekte werden in den nordöstlich davon liegenden Gebieten gesprochen. Klassisches Mittelbairisch hört man vor allem in Oberösterreich, Niederösterreich, dem nördlichen Burgenland und dem nördlichen Salzburger Land. Das südliche Salzburger Land (Pinzgau, Pongau und Lungau) sowie das Nordtiroler Unterland östlich der Zillereinmündung stellen ein Übergangsgebiet zwischen Südbairisch und Mittelbairisch dar, das als Südmittelbairisch bezeichnet wird.

In Österreich werden - mit Ausnahme Vorarlbergs und Teilen des Außerferns - bairische Dialekte gesprochen. Diese lassen sich in nordbairische, mittelbairische und südbairische Dialekte unterscheiden, die jeweils eigenständige Merkmale und Besonderheiten aufweisen. Während nordbairische Dialekte nur im Freistaat Bayern (Baiern bezeichnet stets bairische Sprache und Kultur und hat mit dem Freistaat Bayern nur bedingt zu tun) gesprochen werden, sind süd- und mittelbairische Dialekte in Österreich weit verbreitet. Südbairische Dialekte werden dabei vor allem in Nordtirol westlich der Zillereinmündung, in Süd- und Osttirol sowie in Kärnten und der südöstlichen Steiermark gesprochen. Mittelbairische Dialekte werden in den nordöstlich davon liegenden Gebieten gesprochen. Klassisches Mittelbairisch hört man vor allem in Oberösterreich, Niederösterreich, dem nördlichen Burgenland und dem nördlichen Salzburger Land. Das südliche Salzburger Land (Pinzgau, Pongau und Lungau) sowie das Nordtiroler Unterland östlich der Zillereinmündung stellen ein Übergangsgebiet zwischen Südbairisch und Mittelbairisch dar, das als Südmittelbairisch bezeichnet wird.

südmittelbairischIn Österreich werden - mit Ausnahme Vorarlbergs und Teilen des Außerferns - bairische Dialekte gesprochen. Diese lassen sich in nordbairische, mittelbairische und südbairische Dialekte unterscheiden, die jeweils eigenständige Merkmale und Besonderheiten aufweisen. Während nordbairische Dialekte nur im Freistaat Bayern (Baiern bezeichnet stets bairische Sprache und Kultur und hat mit dem Freistaat Bayern nur bedingt zu tun) gesprochen werden, sind süd- und mittelbairische Dialekte in Österreich weit verbreitet. Südbairische Dialekte werden dabei vor allem in Nordtirol westlich der Zillereinmündung, in Süd- und Osttirol sowie in Kärnten und der südöstlichen Steiermark gesprochen. Mittelbairische Dialekte werden in den nordöstlich davon liegenden Gebieten gesprochen. Klassisches Mittelbairisch hört man vor allem in Oberösterreich, Niederösterreich, dem nördlichen Burgenland und dem nördlichen Salzburger Land. Das südliche Salzburger Land (Pinzgau, Pongau und Lungau) sowie das Nordtiroler Unterland östlich der Zillereinmündung stellen ein Übergangsgebiet zwischen Südbairisch und Mittelbairisch dar, das als Südmittelbairisch bezeichnet wird.

In Österreich werden - mit Ausnahme Vorarlbergs und Teilen des Außerferns - bairische Dialekte gesprochen. Diese lassen sich in nordbairische, mittelbairische und südbairische Dialekte unterscheiden, die jeweils eigenständige Merkmale und Besonderheiten aufweisen. Während nordbairische Dialekte nur im Freistaat Bayern (Baiern bezeichnet stets bairische Sprache und Kultur und hat mit dem Freistaat Bayern nur bedingt zu tun) gesprochen werden, sind süd- und mittelbairische Dialekte in Österreich weit verbreitet. Südbairische Dialekte werden dabei vor allem in Nordtirol westlich der Zillereinmündung, in Süd- und Osttirol sowie in Kärnten und der südöstlichen Steiermark gesprochen. Mittelbairische Dialekte werden in den nordöstlich davon liegenden Gebieten gesprochen. Klassisches Mittelbairisch hört man vor allem in Oberösterreich, Niederösterreich, dem nördlichen Burgenland und dem nördlichen Salzburger Land. Das südliche Salzburger Land (Pinzgau, Pongau und Lungau) sowie das Nordtiroler Unterland östlich der Zillereinmündung stellen ein Übergangsgebiet zwischen Südbairisch und Mittelbairisch dar, das als Südmittelbairisch bezeichnet wird.

typisch für BallungsräumeMenschen aus verschiedenen Regionen treffen in Ballungsräumen aufeinander, indem sie etwa zur Arbeit pendeln. Nicht nur die geografische Herkunft ist verschieden, sondern auch die sprachliche, denn jeder bringt seinen eigenen Dialekt mit. Häufig verlaufen außerdem auch Hauptverkehrswege durch diese Gebiete. Um verstanden zu werden, passt man sich sprachlich an, indem man Wörter weniger dialektal ausspricht oder Varianten verwendet, die regionsübergreifend bekannt sind.

Menschen aus verschiedenen Regionen treffen in Ballungsräumen aufeinander, indem sie etwa zur Arbeit pendeln. Nicht nur die geografische Herkunft ist verschieden, sondern auch die sprachliche, denn jeder bringt seinen eigenen Dialekt mit. Häufig verlaufen außerdem auch Hauptverkehrswege durch diese Gebiete. Um verstanden zu werden, passt man sich sprachlich an, indem man Wörter weniger dialektal ausspricht oder Varianten verwendet, die regionsübergreifend bekannt sind.

UmlautEine Lautveränderung, bei der ein ''i'' in der Folgesilbe die Vokale verändern konnte (sog. i-Umlaut). Das ''i'' scheint dabei heute nicht mehr auf, die Vokalveränderung aber ist geblieben, z.B. althochdeutsch: ''sc'''o'''n'''i''''', neuhochdeutsch: ''sch'''ö'''n''.

Eine Lautveränderung, bei der ein i in der Folgesilbe die Vokale verändern konnte (sog. i-Umlaut). Das i scheint dabei heute nicht mehr auf, die Vokalveränderung aber ist geblieben, z.B. althochdeutsch: sconi, neuhochdeutsch: schön.

uvularbezeichnet den Artikulationsort eines Lautes, bei dem das Gaumenzäpfchen bei der Bildung eine tragende Rolle spielt.

bezeichnet den Artikulationsort eines Lautes, bei dem das Gaumenzäpfchen bei der Bildung eine tragende Rolle spielt.

Verdumpfung?

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VerkehrsdialektformEin Verkehrsdialekt ist eine in einem größeren geographischen Raum (z.B. einem Bundesland oder einer wirtschaftlich zusammenhängenden Region) gebräuchliche und verständliche Sprachform, die Besonderheiten von Ortsdialekten ausblendet. Dabei kommt es zu einer gegenseitigen Annäherung, um die Verständlichkeit zu gewährleisten. Verkehrsdialekte werden vor allem in Ballungsräumen (siehe ''typisch für Ballungsräume'') gesprochen, da hier Menschen mit verschiedenen Ortsdialekten aufeinander treffen, die untereinander kommunizieren müssen. Verkehrsdialekte weisen typischerweise also weniger dialektale Merkmale auf und tendieren hin zu einer (standardsprachnahen) Umgangssprache.

Ein Verkehrsdialekt ist eine in einem größeren geographischen Raum (z.B. einem Bundesland oder einer wirtschaftlich zusammenhängenden Region) gebräuchliche und verständliche Sprachform, die Besonderheiten von Ortsdialekten ausblendet. Dabei kommt es zu einer gegenseitigen Annäherung, um die Verständlichkeit zu gewährleisten. Verkehrsdialekte werden vor allem in Ballungsräumen (siehe typisch für Ballungsräume) gesprochen, da hier Menschen mit verschiedenen Ortsdialekten aufeinander treffen, die untereinander kommunizieren müssen. Verkehrsdialekte weisen typischerweise also weniger dialektale Merkmale auf und tendieren hin zu einer (standardsprachnahen) Umgangssprache.

vokalischeinen Vokal/Selbstlaut - also ''a'', ''e'', ''i'', ''o'', ''u'', ''ä'', ''ö'', ''ü'' - betreffend.

einen Vokal/Selbstlaut - also a, e, i, o, u, ä, ö, ü - betreffend.

Vokalisierung

allgemein; l- und r-Vokalisierung fallen auch drunter

voreinzelsprachlich

Mit voreinzelsprachlicher Zeit ist im Alpenraum vor allem die Zeit vor der römischen Eroberung des Alpenbogens 15 v. Chr. gemeint. Die zu dieser Zeit bereits im Alpenraum ansässige Vorbevölkerung hat verschiedene Sprachen gesprochen. Da diese Sprachen nicht bis heute überlebt haben und nur Namen als Quellen der Überlieferung hinterlassen haben, können sie keiner Einzelsprache zugeordnet bzw. als solche klassifiziert werden.

westgermanischEine Untergruppe der germanischen Sprachen (siehe ''germanisch''), zu der etwa das Deutsche, das Englische und Niederländische gehören.

Eine Untergruppe der germanischen Sprachen (siehe germanisch), zu der etwa das Deutsche, das Englische und Niederländische gehören.

Zwielaut

auchDiphthong. Zwei aufeinanderfolgende unterschiedliche Vokale, die als Einheit erfasst und nicht getrennt werden können. Im Deutschen treten folgende Diphthonge auf, die auch unter der Bezeichnung Zwielaute bekannt sind: ei/ai/ay/ey, au, äu/eu, ui.

ZwischenlautSagt man sich zuerst ein ''b'', dann gleich anschließend ein ''w'' laut vor, fällt die Ähnlichkeit besonders auf. Die Lippenstellung ist fast identisch, nur die Zahnposition ändert sich. Es gibt also, wie an diesem Beispiel leicht erkennbar, Laute, die von ihrer Bildeweise her nah beieinanderliegen und dementsprechend ähnlich klingen. Bei der Aussprache solcher Laute kann es oft zu Unsicherheiten kommen, wodurch Laute entstehen, die genau zwischen zwei Lauten liegen. Konkret heißt das, dass in einigen Fällen oft nicht entschieden werden kann, ob nun z.B. ein ''b'' oder ''w'' gesagt wurde, da der gesprochene Laut irgendwo dazwischen liegt.

Sagt man sich zuerst ein b, dann gleich anschließend ein w laut vor, fällt die Ähnlichkeit besonders auf. Die Lippenstellung ist fast identisch, nur die Zahnposition ändert sich. Es gibt also, wie an diesem Beispiel leicht erkennbar, Laute, die von ihrer Bildeweise her nah beieinanderliegen und dementsprechend ähnlich klingen. Bei der Aussprache solcher Laute kann es oft zu Unsicherheiten kommen, wodurch Laute entstehen, die genau zwischen zwei Lauten liegen. Konkret heißt das, dass in einigen Fällen oft nicht entschieden werden kann, ob nun z.B. ein b oder w gesagt wurde, da der gesprochene Laut irgendwo dazwischen liegt.



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