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Erstellt von WikiSysop am 14. März 2018, um 15:10 Uhr

Aus Tiroler Dialektarchiv

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Dies ist ein Attribut des Datentyps Text.


Seiten mit dem Attribut „Kartentext“

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B

Ürmentl nom.sg. +
Emeise nom.sg.f. +'''E'''meise E''meise'' ''Ma''tag Ma''tag''
Ürementl nom.sg. +
Oachkatzl(e)/-(i) nom.sg.n. +
Schnålle/-a nom.sg.f. +
Oacherl/Acherl nom.sg. +
Achkatzl(e) nom.sg.n. +
Oacherle/Åcherle nom.sg.n. +
Eicher nom.sg. +
Schnåll/Schnoi nom.sg.f. +
Schnoi nom.sg.f. +
Åchkatzl nom.sg.n. +
Lamml nom.sg.n. +
Lamm nom.sg.n. +
Acherkatzl nom.sg.n. +
Lemmle/Lempl(e) nom.sg.n. +
Schnålln/Schnoin nom.sg.f. +
Eichhörnchen +
Türklinke +
Heumännchen +
Holzstoß (unvollständig) +
junges Schaf +
ment- +
Honig +'''Die ''Honig''-Wörter sind besonders in lautlicher Hinsicht interessant, denn der betonte Vokal des jeweiligen Wortstamms ist entweder ''o'', ''e'', ''i'' oder ''u''. ''' Diese Variation ist aber nicht neu: Es sind auch schon aus mittelhochdeutscher Zeit unterschiedliche Ausformungen des Stammvokals belegt. Aus ''honec'' wurde Honi(g), aus ''hönic'' wurde ''Heni(g)'' bzw. ''Henk'' [Hier wirkte das gleiche Lautprinzip wie etwa bei mögen, das mundartlich zu me(i)gn wurde.], aus ''hünic'' wurde ''Hink'' und aus ''hung'' wurde ''Hunk''. Die Verteilung dieser unterschiedlichen Formen ist relativ klar: Im Westen Tirols dominiert die Variante ''Honi(g)'', die sich auch um Innsbruck wiederfindet. Die Varianten mit ''e'' (''Heni(g)'', ''Henk'') sind in Zentraltirol sowie in Osttirol dominant, ''Hunk'' kommt in Teilen des Außerferns und etwa ab der Zillermündung ostwärts vor und ''Hink'' betrifft den nordöstlichsten Teil Tirols. ==Sowohl als auch== Natürlich aber gibt es fließende Übergänge: So finden wir in Bruck am Ziller sowohl ''Henk'' als auch ''Hunk'', in Münster kommen gar drei Formen vor (''Henig'', ''Hunk'', ''Honig''). In Nesselwängle konkurriert ''Hunk'' mit ''Honig'', in Haiming, Silz und Mötz sind sowohl ''Honig'' als auch ''Henig'' zu finden. Diese Doppelformen leisten sich Gemeinden an den Grenzen der angesprochenen Verbreitungsgebiete. Sprachliche Grenzen sind eben natürlicherweise nie scharf, sondern sie lassen häufig ein gewisses Maß an Variation zu. ==Honig ist nicht gleich Honig== Variation bestimmt auch das Bild um Innsbruck: In Axams, Natters und Sistrans finden sich ''e''- und ''o''-Formen. Diese ''o''-Formen haben allerdings nichts mit jenen zu tun, die im Tiroler Oberland verbreitet sind. Es sind dies standardnähere Formen, die häufig in Ballungsräumen bzw. dann später eben auch in deren unmittelbarem Umland zu finden sind. ''Honig'' um Innsbruck ist also sprachgeschichtlich anders zu interpretieren als ''Honig'' im Oberland. Ersteres ist eine jüngere Variante aus der Standardsprache, die hier zuweilen mit der älteren Variante ''Henig'' konkurriert, Zweiteres ist die zumindest seit mittelhochdeutscher Zeit im Oberland verbreitete Variante. ==Das Honig?== Im Übrigen war auch das Geschlecht der Wörter Veränderungen unterworfen. Hieß es im mittelhochdeutschen ursprünglich noch das ''honec'', ''hönic'' etc., wurde es im Laufe der Zeit von der ''Honig'', ''Henig'' etc. verdrängt. In manchen Dialekten ist aber bis heute das sächliche Geschlecht vorhanden. So liegen uns etwa aus Thiersee, Ebbs, Kirchdorf, Kössen, Umhausen, St. Leonhard oder Gerlos ältere Formen mit dem Artikel ''das'' vor. <small>Karte: David Gschösser/Yvonne Kathrein <br> Kartentext: Yvonne Kathrein </small>
Tannenzapfen (Pl.) +- KUH als Benennungsmotiv in ''(Tatschen-)Kühe'' und ''Kus(l)en'' (Dim.)
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Fakten zu „KartentextRDF-Feed
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